Von Ritalin

Müdigkeit und Übelkeit aber nur zu Beginn der Therapie und auch nur manchmal.
geringerer Appetit ist häufig, führt zu leichter Gewichtsreduktion und bleibt meist bestehen.
Blutdruckstörungen, Schwindel kommt vor, ist meist nicht störend.
Erschöpfung und etwas Traurigkeit sind zu Beginn der Behandlung (meist nur 1 - 2 Wochen) bei vielen Patienten leicht vorhanden.
Schlaflosigkeit kann vorkommen, wenn unangenehm sollte die Dosis reduziert werden.
Aggressionen, Reizbarkeit, Ängste verändertes Empfinden, veränderte Wahrnehmung kann selten vorkommen.
Magenbeschwerden und verschwommenes Sehen kommen gelegentlich vor.

Insgesamt muss man behaupten, dass die Nebenwirkungen von Ritalin im Vergleich zur Hauptwirkung meistens verschwindend gering sind. Wenn die Indikation steht, das heißt, wenn ein behandlungsbedürftiges ADS/ADHS vorliegt, dann kann man die Nebenwirkungen meist aussitzen, wenn sie überhaupt eintreten.



von Ergotherapie und Entspannungstechniken

Besondere Nebenwirkungen dieser zwei Behandlungsformen sind nicht zu erwarten, man spielerisch mit den Kindern umgehen und sie ausreichend motivieren. Die Tendenz nicht mitzumachen und sich gegen die festen Termine zu wehren ist vorhanden, kann aber mit entsprechenden Maßnahmen reduziert werden.

von Psychotherapie

Die Nebenwirkungen von Psychotherapie beim ADS/ADHS Kind sind zu vernachlässigen. Im schlimmsten Fall lässt sich das Kind kommunikativ nicht angehen und es besteht kaum eine Verbindung zum Psychotherapeuten. Damit ist Psychotherapie nicht möglich. Das Kind kann genervt sein von den Terminen, kann genervt sein von den Aufgaben die zu lösen hat und damit letztlich den Gang zum Psychotherapeuten zu einer Qual, auch für die Eltern, gestalten.

von Homöopathie

Meiner Einschätzung nach hat Homöopathie keine Nebenwirkungen, Homöopathie hat aber auch kaum Hauptwirkungen in diesem Bereich, deshalb kann Homöopathie immer kurzfristig versucht werden und im Falle von Erfolg natürlich weitergeführt werden. Von Homöopathen selbst wird Homöopathie meist als nebenwirkungsfrei angepriesen. Gerade wegen der Nebenwirkungsfreiheit ist dieser Therapieansatz einen Versuch wert. Man sollte bei diesem Krankheitsbild wirklich jeden Versuch wagen.

von Wechsel des Schulsystems

Man reisst die Kinder aus einer gewohnten, mehr oder weniger stabilen Schulumgebung und pflanzt sie um. Die Folgen sind häufig Unruhezustände, Nervosität, Traurigkeit, fehlende Kontakte, Lern Störungen und zusätzliche Erziehungsprobleme. Wird die Anfangsphase dieser Verpflanzung mit positiver Motivation, echtem Zuhören, emotionaler Zuwendung und vielen anderen psychologischen Möglichkeiten gut überstanden, so hat das Kind eine berechtigte Chance auf besseren Neuanfang.
Ein Schulwechsel kann immer eine schwierige Traumatisierung darstellen und braucht Unterstützung der Eltern.

von Therapie der Eltern

Sozio oder Psychotherapie von Eltern, wenn erfolgreich, führt immer zu Störungen des Systems. Das ist auch gewünscht, denn nur Störungen des Systems bringen auch Veränderungen. Im besten Fall sind die Veränderungen zu Gunsten des ADS/ADHS Kindes und das Kind profitiert in seinem Verhalten von veränderten Eltern. Nicht selten kommt es allerdings vor, dass sich auch Positionen innerhalb der Elternbeziehung verändern und es dadurch möglicherweise zu Partnerschaftsproblemen kommt. Das ist natürlich nicht Ziel der Psychotherapie aber eine mögliche Nebenwirkung.