Liebe und Grenzen

Liebe

Die Liebe zu den eigenen Kindern ist ein festgeschriebenes Naturgesetz, so lehren es unsere Moralvorstellungen. Das sollte auch so sein, aber wer von uns Eltern empfindet nicht doch einmal Wut, Ärger, Verzweiflung und frägt sich: "habe ich so eine Behandlung von meinem Kind verdient. Wo bleibt der Dank?"
In solchen Situationen wird man bei der Frage nach Liebe schon mal nachdenklich.
Die Liebe als tragendes Grundmuster muß jedoch sein und sie wird es bei den allermeisten Eltern auch sein. Diese Liebe sollte sooft wie nur möglich gespürt werden, denn die Existenz unserer Kids lassen uns philosophisch und auch im weiteren Sinne biologisch unsterblich sein. Von Dir bleiben nur sie, die Kinder, mit der Hälfte deiner Genetik zurück, wenn Dein Leben einmal zurückgegeben werden muß.
Ohne Liebe ist es Dir egal, wohin sich Deine Kinder entwickeln, ohne die Liebe hast Du manchmal nicht das Durchhaltevermögen für konsequente Erziehung. Und ohne Liebe werden Dich Deine Kinder nicht wirklich respektieren und selbst das echte Gefühl der Liebe kennenlernen können.
Mache Dir also bei jedem Gefühl von Wut, Ärger oder Verzweiflung klar, das es keinen der Beteiligten nur einen Millimeter weiterbringt, jedes so zerbrochene Geschirr muss entweder weggeräumt oder repariert werden. Eine Arbeit auf die man getrost verzichten könnte.

Grenzen

Grenzen spüren wir Erwachsene jeden Tag: Die meisten sind uns nicht mehr bewusst, wir haben sie akzeptiert, sie sind schon in unser Verhalten fest einprogrammiert. Kinder beginnen ihr Leben zunächst grenzenlos. Es liegt an uns als "Familien Speerspitze" der Gesellschaft diese Grenzen unserem Nachwuchs beizubringen. Grenzenloses Ausdehnen wird von der Gesellschaft immer bestraft. Deshalb sollten wir diese Erfahrung unseren Kids ersparen, sie müssen sich anpassen und sie werden angepasst, so oder so, am besten jedoch durch die Erziehung von uns Eltern. So schützen wir sie und haben die Chance ihnen unsere eigenen Wertvorstellungen mitzugeben. Das wäre dann ein Teil unserer philosophischen Unsterblichkeit.
Schön soweit, Grenzen setzen ist aber häufig anstrengend und braucht dieses Motiv oder ein anderes, vielleicht besseres. Jede Grenze die Du einmal definitiv setzen konntest, reduziert Deine Arbeit der Erziehung in Zukunft um diese Grenze und überlässt sie nicht der Gesellschaft.
Grenzen setzen lohnt und macht erfolgreich, Erfolg, den Deine Kinder später brauchen.

Der Gegensatz macht es

Erfolgreiche Erziehung lebt von dem Gegensatz, vom Nebeneinander von Weiß und Schwarz , vom Erlauben und Verbieten, von Recht und Unrecht eben von grenzenloser Liebe und liebevollen Grenzen. Dein Meisterstück lieferst Du ab, wenn Dir in diesem Sinne Erziehung immer Spass macht.