Belohnungen

müssen gelegentlich sein

Belohnungen als alleinige Erziehungsstrategie verlieren schnell ihre Kraft, sind aber unverzichtbar. Sie wirken am besten als Verstärker eines guten Verhaltens. Dieser Verstärker wirkt umso besser je unregelmäßiger und überraschender er eingesetzt wird. Beispiele für Belohnungen kann ich mir jetzt ersparen, Sie haben viel mehr davon, wenn ich beschreibe, was nicht als Belohnung gegeben werden sollte: Süssigkeiten, Versprechungen in die ferne Zukunft, was man gerne selber hätte (hier unterliegt man schnell der Gefahr, dass man die Wünsche des anderen verkennt), Dinge, die nicht angemessen sind (zu wertvolle oder zu wertlose Belohnungen).
Geld eignet sich nicht so als Verstärker für geglückte Erziehung. Geld sollte konkretes Bezahlungsmittel für Leistung sein, die vorher für diesen Preis vereinbart wurde. Erziehung ist Vorbereitung auf das wirkliche Leben, und dort im wirklichen Leben erhält man nie Geld einfach so weil man nett oder artig war, oder weil man ein bestimmtes Verhalten gelernt hat, dort ist Geld der Preis für eine bestimmte vorher festgelegte Arbeit. Genau das sollten Geldzahlungen in der Erziehung transportieren.